
Kronen Zeitung
DERBY GEGEN BW LINZ
3:2 nach 0:2! LASK steht im ÖFB-Cup-Halbfinale
Der LASK steht im Halbfinale des ÖFB-Cups! Im Linzer Viertelfinal-Derby gegen Blau-Weiß lagen die favorisierten Athletiker am Freitagabend 0:2 zurück, schafften aber noch die Wende.
Moses Usor traf in der 83. Minute entscheidend für die Elf von Dietmar Kühbauer. Der holte seinen neunten Sieg im zehnten Pflichtspiel als LASK-Coach. Sein Gegenüber Michael Köllner hielt mit dem Schlusslicht eine Halbzeit lang voll mit, ehe sich die Klasse des Gegners durchsetzte.
Blau-Weiß führte nach einem Blitztor von Isak Dahlqvist (2.) und einem Treffer von Shon Weissman (18.) 2:0, ehe der Bundesliga-Zweite durch Sasa Kalajdzic (35.) und George Bello (57.) verdient zurückschlug. Beim entscheidenden Treffer leistete der starke Kalajdzic außerdem die Vorarbeit. Die weiteren Viertelfinal-Partien folgen am Wochenende, die Halbfinal-Auslosung ist am Sonntagabend angesetzt.
Furioser Beginn von beiden Teams
Der Startschuss ins heimische Fußball-Frühjahr erfolgte vor 17.489 Zuschauern ohne Abtasten. Nach 72 Sekunden lag der Ball schon im Tor der Hausherren. Nach einem Einwurf klärte Andres Andrade per Kopf ungenügend, der blau-weiße Winterzugang Dahlqvist traf volley in sehenswerter Manier zum ersten Mal für seinen neuen Arbeitgeber.
Auch Blau-Weiß-Neo-Coach Köllner durfte sich über das erste Erfolgserlebnis seiner Ära freuen. Sechs Veränderungen hatte der Deutsche im Vergleich zum letzten Auftritt der Linzer vorgenommen. Im Tor stand der erst am Mittwoch verpflichtete Nico Mantl. Beim LASK agierte Kalajdzic als Mittelstürmer. In einer furiosen Startphase hatten die Favoriten in der siebenten Minute die Chance zum Ausgleich, Samuel Adeniran scheiterte nach einem Pasic-Patzer aber an Mantls Fußabwehr.
Nach einer Viertelstunde war Blau-Weiß vermehrt mit Defensivaufgaben beschäftigt. Der LASK hatte mit dem beweglichen Angriffstrio des Gegners aber Probleme. Beim 2:0 hatte Dahlqvist wieder seine Beine im Spiel. Der Schwede fand Thomas Goiginger, dessen Hereingabe schloss Weissman, von der schwarz-weißen Innenverteidigung alleine gelassen, in Torjäger-Manier ab.
Kalajdzic als schwarz-weißer Matchwinner
Die Kühbauer-Elf war angeknockt, hätte aber bis zur Pause fast den Ausgleich geschafft. Kalajdzic zeigte zunächst seine Klasse. Die Wolverhampton-Leihgabe traf mit Präzision und Gefühl aus der Distanz zum Anschlusstor. Für den ÖFB-Internationalen mit langer Verletzungshistorie war es der erste Pflichtspieltreffer für den LASK. Adeniran war dann ein zweites Mal auf und davon, versuchte aber erfolglos den Schupfer ins lange Eck, anstatt auf Mitspieler Bello abzulegen (40.).
Das Spielgeschehen verlagerte sich nach Seitenwechsel fast gänzlich in die Hälfte von Blau-Weiß. Der Ausgleich kündigte sich an. Bello traf schließlich zum 2:2, nachdem die Blau-Weiß-Verteidiger den Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht hatte. Adeniran fand danach auch per Kopf seinen Meister in Mantl. Kalajdzic gefiel derweilen weiter als Ballverteiler und Anspielstation im Zentrum.
Köllner reagierte und brachte mit Venezia-Leihgabe Cheick Conde einen weiteren Zugang. Seine Elf kam durch Goiginger erst eine Viertelstunde vor Schluss wieder in die Nähe des gegnerischen Strafraums. Just als Blau-Weiß zaghaft aufkam, schickte Kalajdzic den acht Minuten zuvor eingewechselten Usor auf die Reise. Der Nigerianer umkurvte Mantl und schob zum Siegestor ein.
Das Ergebnis:
LASK – FC Blau-Weiß Linz 3:2 (1:2)
Linz, Raiffeisen Arena, 17.489 Zuschauer, SR Ebne
Tore: 0:1 (2.) Dahlqvist, 0:2 (18.) Weissman, 1:2 (35.) Kalajdzic, 2:2 (57.) Bello, 3:2 (83.) Usor
Gelbe Karten: Cisse, Kalajdzic bzw. Fofana
LASK: Jungwirth – Cisse, Tornich, Andrade – Jörgensen, Bogarde, Horvath (90. Mbuyamba), Bello – Danek (75. Kacavenda), Kalajdzic, Adeniran (75. Usor)
Blau-Weiß: Mantl – Pasic, Maranda, Moormann – Dahlqvist, Fofana (69. Conde), Cvetko (90. Briedl), Bumberger (69. Pirkl) – Goiginger (81. Ronivaldo), Weissman, S. Seidl
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